
Der letzte gemeinschaftliche Einsatz des Verkehrs Verein Kadenbach führte die Mitglieder in den Staatswald der Gemarkung Kadenbach. Dort in die Abteilung 138, am Jägerpfad und zwischen Kalterbach und Niessling. Wo heute einige Fichten stehen, war am 4. Oktober 1943 ein amerikanischer B17 Bomber abgestürzt. Der Einsatzbefehl lautete damals die Bombardierung des Verschiebebahnhofs in Frankfurt/Main. Dabei wurde der Bomber von einer Deutschen Messerschmidt ME 109 angegriffen und so stark beschädigt, das neun der zehn Besatzungsmitglieder bereits über Hadamar mit dem Fallschirm das Flugzeug verlassen mussten. Mit noch einem toten Soldaten an Bord flog der auch als „Fliegende Festung“ bekannte Bomber dann über Hillscheid bis zur Absturzstelle.
„Tagelang war der Wald hier voller Schaulustiger“ erinnert sich Revierförster a.D. Eberhard Kern (78 Jahre). „Der tote Soldat wurde damals zunächst auf dem Friedhof in Arzbach beigesetzt und dann später in die USA überführt.“ Und Zeitzeuge Erwin Best (82 Jahre) „Ich war damals gerade auf Heimaturlaub zu Hause. Viele Teile der Maschine wurden damals von der Bevölkerung mitgenommen und in den Dörfern weiterverwendet.“ Zur Erinnerung an dieses Geschehene hat jetzt der VVK ein Hinweisschild am Weg aufgestellt, der an der Absturzstelle vorbeiführt. „Man kann von hier immer noch die Schneise erkennen, die das Flugzeug damals in den Wald geschlagen hat“ erklärt Eberhard Kern und zeigt auf die vom Weg aus in Richtung der Fichten. Das Schild, von Werner Heil gemalt, erklärt welche Ereignisse sich an dieser Stelle während des Krieges sich hier abgespielt haben.
So ganz nebenbei haben dann noch einige der Mitglieder einen Wanderwegweiser, der bei einem der letzten Stürme umgerissen worden war wieder an seine Stelle aufgerichtet.
Bildbeschreibung: Die anwesenden Mitglieder des Verkehrsverein Kadenbach mit dem aufgestellten Schild und der dahinter liegenden Absturzstelle, wo heute einige Fichten stehen. Revierförster a.D. Eberhard Kern (78 Jahre, 2 v.l.), Werner Heil (4 v.l.). Kurt Wick (6 v.l.) und Erwin Best (82 Jahre, 7 v.l.)
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